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Mitte Juli veranstaltete die Handballabteilung des TSV Schwabmünchen - dieses Mal für die männliche D-Jugend – unter der Leitung von Sven und Robert ein Trainingscamp der besonderen Art.
Die Mannschaft ist neu formiert und trainiert in dieser Formation seit März unter Ihrem Trainergespann Sven Andrä / Robert Eisenburger. Die erste Feuerprobe fand am vereinseigenen Osterturnier statt, wo man leider feststellen musste, dass die Trauben neuerdings wieder viel höher hängen, als dies noch im letzten Jahr der Fall gewesen ist, als man klar und deutlich Bezirksligameister geworden war.

Es entstand nach anfänglich enttäuschten Gesichtern und hängenden Köpfen schnell das Gefühl : „Jetzt erst recht!“ Die beiden Trainer legten bei vielem abendlichen brain-storming (Danke Sven – ich habe heut noch Schlafmangel davonJ) die Richtung für die Zukunft fest und waren sich einig, dass neben dem sehr wohl angestrebtem sportlichen Erfolg auch der Zusammenhalt in der Mannschaft an vorderster Front stehen sollte. Das Training wurde etwas verschärft und die Einheiten in Ihrer Ausführung intensiviert. Die Jungs mussten sehr schnell feststellen, dass zum „Jetzt erst recht“ - Gefühl nicht nur schöne Worte gehören, sondern eine ganze Menge an Schweißtropfen. Auch wenn anfangs noch einige erstaunt waren wie viel Wasser aus einem Menschen bei der Formung seines Adoniskörper treten kann – und ich meine hier nicht das von Titanic beschriebene Leck der katholischen Kirche – stellten sie sehr schnell fest, dass viel Disziplin und Konsequenz durchaus positive Dinge im Leben bewirken können.
Schließlich war auch nicht mehr allzu viel Zeit bis die Qualifikationsspiele für die nächste Saison anstanden. Etwas verunsichert reiste man unterstützt, wie so oft bei der männlichen D-Jugend mit einer Vielzahl von Eltern im Rücken, zu diesen an. Und so mancher Elternteil zeigte sich völlig überrascht und wollte anfänglich gar nicht so recht glauben, was er da zu sehen bekam. In nahezu allen Spielen war unsere Mannschaft in allen Belangen dermaßen überlegen, dass Trainer, Spieler und Eltern erwartungsvoll auf die nächste Saison blicken, wo in der höchst möglichen Liga für D-Jugendliche gespielt wird. Nochmals Gratulation von Eurem Trainerteam für diese tolle Leistung!
Termine müssen kombiniert werden
Die Zeit zum Ende des Schuljahrs wurde immer enger, so dass nur noch wenige Wochenenden zum fest geplanten Übernachtungsevent zur Verfügung standen, schließlich sind beide Trainer (wie übrigens alle freiwilligen !! Jugendtrainer) berufstätig und fest verplant. Nachdem für die beiden Turniere in Friedberg und Königsbrunn gemeldet worden war, schien kein Termin mehr möglich. Aber unser Cheftrainer Sven machte aus der Not einfach eine Tugend und legte drei Ereignisse auf einen Termin:
Zuerst sollte das Turnier in Friedberg gespielt werden. Die Vorrunde verlief ähnlich den Quali-spielen, womit man kurzer Hand im Endspiel gegen Königsbrunn stand. Und überraschender Weise konnten die Königsbrunner trotz etwas übertriebenem Ehrgeiz mit unseren Jungs nicht mithalten, so dass wieder alle Spieler zum Einsatz kommen konnten und das Turnier – u.a. Dank einer ausgezeichneten Leistung von Eric im Tor (ein großes Dankeschön an dieser Stelle an unseren Torwarttrainer Marcel aus der C-Jugend) mit dem verdienten Turniersieg beendet werden konnte.
Und schon am folgenden Wochenende sollte das Mammutprojekt „HONB“ in Angriff genommen werden: Samstag ganztägiges Turnier in Königsbrunn unter 15 Teilnehmern, abends Übernachten und Grillen an der Grundschule und Sonntagvormittag gemeinsames Training und Beachen mit Neusäß, dessen Trainer sich nach der Quali - Runde eine Trainingseinheit mit den Schwabmünchner gewünscht hatte. Sven und seine Frau Sandra steckten ungemein viel Arbeit in die Vorbereitungen, da den Jungs ein unvergessliches Erlebnis bereitet werden sollte. Und wieder einmal zeigte sich, dass Schweiß und Fleiß zu ihrem Preis führen. Unterstützt von fast allen (!) Eltern konnte das Projekt „HONB“ in Angriff genommen werden. Der Dank für das Gelingen dieses unvergesslichen Wochenendes gilt allen beteiligten Eltern für Ihre Hilfsbereitschaft und Unterstützung, v.a. aber Klaus, unserem Grillmeister, der es sich nicht nehmen ließ, mit die Nachtwache abzuhalten.

Das Turnier in Königsbrunn sollte mit dem Spiel gegen Niederraunau gleich mit einem Knaller beginnen. Für beide Trainer war dieses Spiel von besonderer Bedeutung, hatte Niederraunau die Quali - Runde doch ohne Spielverlust abgeschlossen und war völlig unbekannt. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung wurde das Spiel relativ souverän gewonnen und der Weg Richtung Finale war geebnet. Im Finale musste man gegen Germering antreten, die uns am Osterturnier noch eine Lektion in Sachen Handball erteilt hatten. Das Spiel schwankte Dank eines sehr gut aufgelegten Eric im Tor hin und her: Jan übernimmt immer mehr die Rolle, die ihm sein Können und Talent eigentlich abverlangen. Nico spielte einen ausgezeichneten „Terrier“, der immer wieder die Angriffe der gegnerischen Mannschaft geschickt zu unterbrechen vermochte. Giulio hat wie immer die undankbarste Aufgabe zu übernehmen, muss er doch permanent zwischen den einzelnen Positionen hin und her wechseln. „Giulio blöd gelaufen, wenn man einfach jede Position nahezu perfekt ausfüllen kann“. Aaron lieferte wie immer eine sehr starke Abwehrleistung und schaltete nach anfänglichen Schwierigkeiten den gegnerischen sehr starken Kreisläufer praktisch komplett aus. Jakob „Swerg“ ließ mit seiner großen kämpferischen Einstellung völlig vergessen, dass sein größter Wunsch es ist, immer noch in der E- Jugend aushelfen zu dürfen. Stefan stand zum ersten Mal mit in der Startaufstellung, nachdem Raphael wegen seiner in Friedberg geholten Verletzung im Verlauf des Turniers spielerisch ausscheiden musste. Stefan zeigte einen guten Einstand, v.a. wenn man bedenkt wie kurz er erst in unserer Abteilung ist. Daniel, der immer noch nicht glauben will, dass Kreis eigentlich ein verdammt cooler Job ist, erspielt sich immer mehr Spielanteile, muss sich aber immer noch ein wenig an die härtere Gangart gewöhnen. Maxim steigert sich von Turnier zu Turnier und bereitet seinen beiden Trainern viel Freude. „Maxim, Essen nicht vergessen.“ Tim wird nahezu von gleichem Schicksal wie unsere anderen Youngster geplagt, hat er sich ebenso nicht mit überschüssigen Pfunden herum zu quälen. Lukas, der fast den ganzen Sommer verletzungsbedingt ausgefallen ist, wird mit seinem Ehrgeiz bald wieder Anschluss an die Anderen finden. Moritz kämpft immer noch mit einer Handverletzung und Jonas war verhindert, schlägt eine seiner beiden Herzkammern doch für die Leichathletik, wo er in seiner Altersklasse momentan angibt, wie hoch die Trauben hängen. Ach ja das Ergebnis: Letztendlich unterlagen wir äußerst unglücklich 5 : 6. Niemand war wirklich traurig über einen hervorragenden zweiten Platz unter 15 Teilnehmern, waren doch schon alle mit den Gedanken beim abendlichen „HONB“ – Ereignis.
Abwechslungsreiches Abendprogramm
Hatte einer der Kids gedacht, dass jetzt der ruhigere Teil des Wochenendes beginnen würde, der kannte seinen Trainer Sven noch nicht. Während die Jungs ihre Quartiere und Festungen erbauten, Klaus mit den Müttern das Essen gourmierte, bereiteten Sven und Sandra die anwesenden Kinder auf eine sinnliche Erkundungsreise vor. Zu Erschmecken waren acht verschiedene Dinge, auch wenn so mancher meinte, dass jedes zweite wie eine Karotte schmeckt (Gruß an Aaron) oder Sachen aus einer anderen Welt zu erkunden waren (Gruß an Nico). Sandra hatte an der zweiten Station acht Dinge, die ertastet werden sollten. Auch hier zeigten unsere Jungs unterschiedlichste Fähigkeiten. Während Eric und Maxim die Sachen im Rekordtempo erspürten, gab es so manch anderen, der andeutete, dass seine Fähigkeiten mehr bei Computerspielen als in manueller Geschicklichkeit liegen. Aus Persönlichkeitsrechten wollen wir hier keine Namen veröffentlichen.

Beide Grills glühten bereits auf vollen Touren, so dass Thüringer Rostbratwürste und Schweinesteaks nicht mehr lange auf sich warten ließen. Ein großes Salatbuffet und Obstsalat rundete den Gaumenschmaus ab… Nachdem die meisten Kids es gerade noch schafften, ihre Pappteller im Müll zu entsorgen, wurden die anwesenden Eltern schnell in die Realität zurückbeordert und daran erinnert, weshalb sie offensichtlich und eigentlich eingeladen worden waren. Aufräumen war angesagt! Hatten sich die Jungs doch schon wieder aus dem Staub gemacht und den Beachplatz erobert.
Bis weit in die Dunkelheit hinein, wurde der vereinseigene Beachplatz rauf und runter gestürmt, bis schließlich die Letzten überzeugt werden konnten, dass Holger, der auf einen kurzen Abstecher vorbeigekommen war, seine Dioptrien in der Brille nicht wahllos nach oben stellen kann, und letztendlich Ball und Köpfe nicht mehr unterscheiden konnte. Nach kurzem ging es mit dem wilden Geballere in der Halle weiter. Die meisten Eltern hatten sich zwischenzeitlich verabschiedet, galt es doch den Geschwistern „luna“ etwas näher zu bringen, auch wenn an diesem Abend kein Vollmond zu sehen war. Aber auch in der Halle konnte man so manchem die Strapazen des ganzen Tages anmerken und die Jungs kleideten sich so allmählich mit ihrem nächtlichen Outfit ein. Ich war richtig erfreut, festzustellen, dass meine schlimmsten Erwartungen nicht eintreffen wollten und tatsächlich gegen Uhr 24:00 Ruhe herrschen sollte. Sven dagegen hegte andere Ambitionen und wollte den Hallenaufenthalt so richtig ausnutzen. Er entschied sich, nachdem ich ihm kurzerhand ein Nachttraining mit Popcorn Essen verboten hatte, gegen Mitternacht noch ein Wurftraining durchzuführen – mit Tennisbällen. Klaus war der variable Basketballkorb auf der Tribüne, den Sven zu treffen versuchte. Und Svens Rechnung ging auf… Es war keine allzu große Mühe die Jungs zu überreden, in die Schlacht „Hallenboden gegen Tribüne“ einzugreifen. Ich hörte nur noch wilde Tennisballschüsse um mich herum, weshalb ich mein Tor schloss und langsam im Schlaf versickerte…
Frühes Frühstück
Gegen sechs Uhr wurde ich aus dem Schlaf gerissen, kamen doch Jonas und Maxim an, sie hätten jetzt (!) Hunger. Unsere zwei Kleinen, wo bis jetzt alle aufgrund Ihrer körperlichen Statur geglaubt hatten, sie würden niemals essen. Heute gegen Uhr 6:00 in der früh, hatten sie Hunger und wollten jetzt frühstücken. Als das Gerücht durch die Halle ging, es gäbe etwas zu essen, waren alle schnell aus Ihren Träumen erwacht und ließen Ihre Bäuche knurren . Die Euphorie legte sich etwas, als die Anordnung durch die Aula ging, „kein Frühstück ohne vorher aufgeräumt zuhaben“. Die Jungs hielten anstandslos Wort und die Halle war in kürzester Zeit trainingsbereit für Neusäß, die sich zu einem vormittäglichem gemeinsamen Training angekündigt hatten.
Das Frühstück wurde in Rekordzeit eingenommen und lief ohne weitere erwähnenswerte Ereignisse ab, bis die Trainer Ihr Frühstücksei genießen wollten. Robert und Sven, die insgeheim eine Wette laufen haben, welcher von beiden schneller ein rohes Ei schälen kann, wollten hier schon einmal einen Vorkampf abliefern und mit gekochten Eiern einen Schaukampf stellen. Aber was war das? Beide hämmerten wie verrückt auf Ihre Eier ein, die Schale wollte aber nicht zu Bruch gehen… Was sollte denn der … ? „Swerg“, der für die Frühstückseier verantwortlich gewesen ist, konnte das Rätsel lösen: Er hatte die Eier, nachdem kein Platz mehr im Kühlschrank zu finden war, kurzer Hand ins Gefrierfach gesteckt. Danke „Swerg“!
Gemeinsames Training mit Gästen aus Neusäß
Die Jungs aus Neusäß kamen gegen Uhr 10:00 und man absolvierte miteinander ein zweistündiges lockeres Training, was mit gemeinsamem Beachen und einem Abschlussfoto
beendet wurde. Auch wenn unsere Jungs noch den ganzen Nachmittag im Sand ackern wollten, konnte man so manche Eltern erzählen hören, dass Ihr Sprössling Sonntagnachmittag nicht mehr gesehen und gehört war…
Jungs, erholt und schlaft Euch schon mal gut aus, denn nach den Ferien steht schon die nächste Überraschung vor der Tür – Parcourstraining mit Robby; denkt dran „HONB“…

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